Das überparteiliche Komitee Zuschauerfichen-NEIN ist enttäuscht über die klare Annahme der GAMMA-Verordnung. Sie fordert gleichzeitig die Respektierung des Parlaments- und Volksentscheids, was eine Weiterführung von GAMMA über den 31.12.2010 ohne Erfolgsausweis klar ausschliesst.
Die irreführenden Plakate und Inserate von Pro Sportstadt Zürich mit Hooliganszenen aus Belgrad haben die zu befürchtende Wirkung gehabt. Die Vorlage wurde klar angenommen. Wir bedauern dies sehr.
Ein Providurium würde dem Parlamentswillen widersprechen
Damit stehen nun die Befürworter und die Polizei in der Pflicht. Die Polizei muss rasch zeigen, dass die behauptete „präventive“ Wirkung der Datenbank besteht. Sonst ist eine Weiterführung über den 31.12.2010 hinaus klar abzulehnen. Immerhin hat das ganze Parlament dieser Befristung ohne einen Gegenantrag zugestimmt, und diese Version der Verordnung wurde nun so vom Volk angenommen.
Wir sind überzeugt: Gamma wird keine spürbare Wirkung entfalten. Wer uns als erste oder erster überzeugend das Gegenteil beweisen kann, erhält einen Gutschein über CHF 500.- als Beitrag an eine Saisonkarte eines Sportvereins seiner Wahl. Vor Ende 2010 werden die Verantwortlichen die Wirkungslosigkeit von GAMMA aber kaum zugeben, sondern behaupten, dass die Massnahme noch nicht lange genug greifen konnte oder noch nicht genügend Leute registriert werden konnten. Beide Argumente sind unglaubwürdig, weil die GAMMA-Daten ja bis vor zwei Jahren bereits genutzt wurden.
Von der Organisation Pro Sportstadt Zürich und ihren TrägerInnen erwarten wir, dass sie künftig mindestens so viel Geld in echte Fanarbeit investiert, wie sie – notabene laut den beiden Clubs ohne Zustimmung von FCZ und GZ – nun in irreführende Inserate gesteckt hat.
In GAMMA erfasste Personen sollen sich melden
Personen, die über eine Aufnahme in GAMMA informiert werden, sind gebeten, sich bei sekretariat@zuschauerfichen-nein.ch zu melden. Wir möchten – natürlich nur mit dem expliziten Einverständnis der jeweiligen Betroffenen – besonders stossende Fälle sammeln, um sie bei einer allfälligen Abstimmung über eine Weiterführung von GAMMA anonymisiert verwenden zu können.
Für Auskünfte:
- Balthasar Glättli, Grüne, 076 334 33 66
- Manuela Schiller, AL, 079 472 59 83
- Rebekka Wyler, SP, 0792223140
- Mauro Tuena, SVP: Vor Ort im Verwaltungszentrum Werd