NZZ-Leserbrief: “Fata Morgana Sicherheit”

Posted in AKTUELL on 17.09.2009

In der NZZ vom 17.9.2009 ist ein guter Leserbrief von G. Krayenbühl (Zürich) abgedruckt. Hier die Kernpassage:

Gewalt gegenüber Dritten, Beamten und Sachen anlässlich von Sportveranstaltungen gilt es konsequent zu verfolgen und zu bestrafen. Anlass für solch staatliches Intervenieren muss oder sollte jedoch immer ein Tatverdacht sein, sei dieser nun hinreichend, konkret oder dringend. Bis zum Beweis des Verdachts gilt für jeden die Unschuldsvermutung. Dies sind die Grenzen und Prinzipien für staatliches Handeln im Bereich des Strafrechts, die letztlich unserer Freiheit dienen. Wer vorgelagerte, diffuse, polizeiliche Ermittlungen bzw. Erfassungen unterstützt und legitimiert, unterliegt der Fata Morgana Sicherheit. Doch Sicherheit wird es, wo Menschen sind, wahrscheinlich nie geben, und Sicherheit ist auch kein verfassungsmässig garantiertes Grundrecht. In dem Sinn ist die Sicherheit der Freiheit Tod.

Wir danken G. Krayenbühl für diese klaren Worte!

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